Weihnachtskonzert

Weihnachtskonzert 2014

Das Adventskonzert der Tennis spielenden Philharmoniker 2014

Zu erzählen ist vor allem von den Raritäten des Programms:

Ein besonderer Genuss war das Konzert für Kontrabass und Klavier von Karl Ditters von Dittersdorf (1739-1799), zum einen weil es nur selten aufgeführt wird und Rudolf Watzel zum anderen die Zuhörer mit einem Zitat aus der Novelle „Der Kontrabaß“ von Patrick Süskind schon vor dem ersten Ton zum Schmunzeln brachte.

Erstmals erklang in der Konzertreihe auch ein Stück von John Williams (geb. 1932), dem wohl bekanntesten Filmmusiker Hollywoods, der die Musik für Filme wie „Star Wars“, „Jurassic Park“, „Sieben Jahre in Tibet“ und viele andere komponiert hat. Brigitte Brem (Violine) und Markus Schlemmer (Klavier) spielten das Hauptthema aus der Musik zum dem mit sieben Oscars prämierten Film „Schindlers Liste“ (Regie von Stephen Spielberg) aus dem Jahr 1993. Brigitte Brem und Markus Schlemmer zeigten mit ihrer Interpretation, dass ihnen die besondere Bewandtnis dieser Musik bewusst war und vermieden jeglichen Anflug einer euphorischen Deutung.

Überraschte Blicke zeigten sich auf den Gesichtern der Zuhörer als sich ein kleiner blonder Junge im Publikum erhob und ans Klavier trat. Es war der neunjährige Sohn Emil des Pianisten Markus Schlemmer, mit dem zusammen er drei Walzer für Klavier zu vier Händen von Johannes Brahms (1833-1897) spielte. Emil wechselte zwischen den Stücken mit seinem Vater die Seite der Klaviatur und ließ eine bemerkenswerte musikalische Reife erkennen. Ihm flogen die Herzen zu. Sehr sehr mutig.

Raritäten boten auch Stefan Jezierski (Horn) mit einem Konzert für Horn und Klavier von Franz Strauss (1822-1905) und Olaf Ott mit einer Ballade von Eugène Bozza (1905-1991) für Posaune und Klavier.

Das Publikum war sichtlich begeistert und ließ die Hände auch nach Programmende nicht sinken, ehe die Musiker nochmals die Bühne betraten und zwei Zugaben spielten, einen Allegrosatz von Tomaso Albinoni (1671-1751) und wie in jedem Jahr das Air aus der 3. Suite für Orchester von Johann Sebastian Bach (1685-1750).

Die Sternstunde war damit aber noch nicht vorbei, sondern jetzt kam die Zeit unserer jüngst mit höchsten Lorbeeren bekränzten Köchin Sonja Frühsammer, die ihre Gäste von ihrer Kunst zu überzeugen wusste. Sie servierte ein Menü in der Reihenfolge Lachs, Ente und Tiramisu und schloss damit den rundum gelungenen Abend eindrucksvoll ab. Auch waschechte Berliner wagten es nicht zu meckern.

Auszug aus einem Text von Joachim Leyerle, der komplett in der nächsten Ausgabe unserer Clubzeitschrift abgedruckt sein wird.

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